Das rätselhafte Klappern am Haltestellenschild
Kiplin und Wendelin saßen nebeneinander an der kleinen Bushaltestelle am Rand von Heidewinkel. Die Sonne schien warm auf das trockene Heidekraut, und die Luft war frisch und klar. Kiplin wackelte aufgeregt mit der Nase, denn sie konnte das Rascheln von trockenem Laub hören, das jemand unter den Füßen bewegte. "Schau mal, Wendelin," sagte sie lebhaft, "da kommt jemand!"
Wendelin, der gemütliche Shih Tzu, schaute ruhig und neugierig zu, wie ein älterer Mann mit einem Rucksack langsam auf die Haltestelle zuging. Kiplin sprang auf und schnupperte gespannt, doch Wendelin blieb gelassen sitzen und beobachtete die kleinen Insekten, die um die Blüten neben der Haltestelle flogen.
Plötzlich gab es ein leises Klappern am Haltestellenschild. Kiplin schaute auf und wedelte mit dem Schwanz. "Was war das?" fragte sie. Wendelin hob den Kopf und entdeckte, wie ein kleiner Windstoß das Schild zum Schwingen brachte. "Es ist nur der Wind," sagte er gemütlich.
Doch dann kam eine fröhliche Stimme: "Entschuldigung, ihr kleinen Welpen! Habt ihr mein Tuch gesehen? Es ist mir bestimmt hier runtergefallen!"
Kiplin sprang sofort auf und begann, unter dem Laub nachzuschauen, genau wie sie es am liebsten tat. Wendelin half ihr, indem er vorsichtig die Büsche absuchte. Nach wenigen Minuten fand Kiplin das bunte Tuch, das halb unter einem trockenen Blatt versteckt war. "Hier ist es!" rief sie begeistert.
Der Mann lächelte dankbar und streichelte die Welpen. Kiplin kuschelte sich zufrieden an Wendelin, der sich kurz im Kreis drehte, bevor er sich neben sie legte. Die Busse kamen und gingen, aber die beiden Welpen blieben ruhig sitzen, zufrieden mit ihrem kleinen Fund und dem warmen Herbstlicht um sie herum.