Warum die Pferde plötzlich neugierig wurden
Jorina und Rivana stapften vorsichtig durch den moosigen Weg des kleinen Mooshofs. Im Winter war hier alles still und kühl, nur das leise Knarzen der alten Holztüren war zu hören. Plötzlich entdeckte Jorina eine offene Stalltür. „Komm, lass uns mal hineinschauen!“, flüsterte sie neugierig. Rivana folgte ihr vorsichtig, ihre kleinen Pfoten spürten den feuchten Boden unter sich.
Im Inneren standen mehrere Pferde ruhig an ihren Boxen und blickten neugierig zu den beiden Welpen hinab. Jorina fand sofort einen kleinen Holzhocker und sprang flink darauf. „So habe ich einen besseren Überblick!“, lachte sie leise. Rivana setzte sich neben den Heuballen und richtete sich auf, um auch alles gut sehen zu können.
Plötzlich raschelte es im Heu, und ein kleines Bündel Stroh fiel genau vor Rivanas Nase. Sie schnupperte neugierig und stupste es vorsichtig mit der Pfote an. Da hörten sie ein leises Schnauben – eines der Pferde hatte sich neugierig vorbeigebückt.
„Oh, schau mal!“, quietschte Rivana leise. Jorina schüttelte sich das Winterfell und streckte die Nase vor, um das Pferd besser zu sehen. Doch als Jorina sich neben den Hocker stellte, wackelte dieser leicht. „Ups!“, rief sie lachend, „der Hocker mag mich nicht so sehr!“. Das Pferd schnaubte wieder freundlich, als wolle es sagen, dass alles in Ordnung war.
Die beiden Welpen fühlten sich plötzlich ein kleines bisschen mutiger. Sie spielten noch eine Weile mit den Heuballen und beobachteten die Pferde, bis ein leises Klopfen an der Tür sie daran erinnerte, dass es Zeit war zu gehen.
„Das war aufregend“, sagte Rivana, als sie durch den Stalleingang wieder hinauswatschelten. Jorina nickte und blickte noch einmal zurück. Die Pferde schauten ihnen nach, als hätten sie gerade neue Freunde gefunden. Und das flinke Rascheln im Stroh war das letzte, was sie hörten, bevor sie zurück auf die moosige Lichtung liefen.